Die Musiktherapeutin, Musikwissenschaftlerin und Märchenforscherin
Prof. Dr. Rosemarie Tüpker
geb. 1952, war Leiterin der Musiktherapie an der Universität Münster. Sie ist beteiligt an der Weiterbildung Durch Musik zur Sprache, am neues musik forum und der Redaktion der Zwischenschritte. Sie betreibt eine kleine Praxis in Steinfurt.

Erfahrungen und Hintergründe
Im Studium
- genoss ich die musikalisch aufregenden 1970er Jahre an der Musikhochschule Köln.
- durfte ich an der Uni Köln die Arbeit von Wilhelm Salber, dem Begründer der Morphologischen Psychologie kennenlernen und fand bei dem Musikpsychologen Jobst Fricke einen aufgeschlossenen Betreuer meiner Dissertation zur Musiktherapie.
- konnte ich dank der Großzügigkeit der Kölner Uni mein Studium für zwei Jahre unterbrechen, um an dem Mentorenkurs Musiktherapie in Herdecke teilzunehmen, der ersten Musiktherapieausbildung in Deutschland.
Später absolvierte ich die folgenden Psychotherapeutischen Weiterbildungen
- 1983 - 85 Teilnahme an der ärztlichen Weiterbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Psychotherapie im Weiterbildung Zwesten/Bad Wildungen
- 1983 - 90 Teilnahme an der klinikinternen Weiterbildung, Supervision und Fallbesprechungen
- 1984 - 89 Psychoanalyse bei Dr. Annegret Mahler-Bungers
- 1980 - 87 Psychoanalytische Supervision bei Dr. Hermann Josef Berk, Köln
Beruflich
haben mich geprägt
- ein Klavierunterricht mit Kindern, in denen von Anfang an improvisiert wurde. Diese Methodik von Klaus Runze, durfte ich als Projekt mit Kolleg:innen in Wesseling neben dem Studium mit einer halben Stelle durchführen. (1978-1980)
- die Arbeit mit Jugendlichen eines anthroposophischen Jugenheimes in Wuppertal, aus der auch das Fallbeispiel meiner Dissertation stammt. (1980-1983)
- die Arbeit als Musiktherapeutin an der psychosomatisch/psychotherapeutischen Klinik in Bad Zwesten. In diesen sieben Jahren absolvierte ich die ärztliche Weiterbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Psychotherapie, meine eigene Psychoanalyse und profitierte davon, dass ich als Stationstherapeutin arbeiten konnte und eingebunden war in engagierte Stationsteams, psychoanalytisch und am Psychodrama orientiert. (1983-1990)
- die Arbeit als Leiterin der Studiengänge Musiktherapie an der Universität Münster (1990-2017),
- die mir neben der Arbeit mit den Studierenden, Forschung und Verwaltungsarbeit auch Freiräume ließ für weitere Aktivitäten wie
- das Projekt Durch Musik zur Sprache
- die Musikgeragogik
- die Märchenforschung
- die eigene Praxis
- eine Gastprofessur an der UdK Berlin
Meine Forschungsinteressen
liegen im Bereich
- der Musiktherapie
- den Künstlerischen Therapien allgemein
- der Morphologischen Psychologie
- der Psychoanalyse
- der Musikpsychologie
- der Märchenforschung
- der Wissenschaftstheorie
Die meisten meiner Veröffentlichungen finden Sie in der Forschungsdatenbank der Uni Münster. Viele Artikel können bei ResearchGate oder Academia.Edu kostenlos heruntergeladen werden.
Sonstiges
Mitgegründet
habe ich im Laufe meines Lebens mit anderen
- die Forschungsgruppe zur Morphologie der Musiktherapie (FMM) (1980)
- das Institut zur Musiktherapie und Morphologie (IMM) (1988)
- den Förderverein Musiktherapie an der Universität Münster e.V. (1993)
- die Wissenschaftliche Gesellschaft für Psychologische Morphologie e.V. (GMP) (heute WSG) (1992)
- die Kontaktstelle: "Musik bis ins hohe Alter" an der Universität Münster (2004)
- die Deutsche Gesellschaft für Musikgeragogik (2009)
- Uni für Unicef (2009)
Vita tabellarisch
geb. 15.02.1952 in Korschenbroich als zweite von vier Töchtern der Eheleute Käte Tüpker (geb. Krudwig) und Dipl. Ing. Albert Tüpker
1970 Abitur am Marianum in Opladen
Studium, Abschlüsse
- 1970 - 76 Musikhochschule Köln: Klavier (bei Prof, Helmut Weinrebe und Prof. Erwin Kuckerts), Schlagzeug (bei Prof. Christoph Caskel), Komposition (bei Prof. Jürg Baur), Musikpädagogik mit dem Abschluss: Staatliche Musiklehrerprüfung
- 1976 - 83 Universität zu Köln: Musikwissenschaft, Psychologie und Philosophie
- 1987 Promotion bei Prof. Dr. Jobst Fricke (Musikwissenschaft) und Prof. Dr. Wilhelm Salber (Psychologie) Universität Köln
- 2005 Habilitation bei Prof. Dr. Irmgard Merkt an der Universität Dortmund mit der venia legendi: "Musik in Rehabilitation und Therapie"
Berufs-, Forschungs- und Lehrtätigkeit
- 1970 - 78 Klavierunterricht, Improvisation an den Musikschulen Leverkusen und Wesseling (nebenberuflich)
- 1980 - 82 Musiktherapeutin im Jugendheim Haus Alpha, Wuppertal (nebenberuflich)
- 1982-1992 Lehraufträge an den Musikhochschulen Hamburg, Köln, Wuppertal. Weiterbildungen in Morphologischer Musiktherapie.
- 1983-90 Dipl.-Musiktherapeutin an der Klinik für psychogene Erkrankungen Hardtwaldklinik II in Zwesten (hauptberuflich)
- seit 1990 Leitung der Studiengänge Musiktherapie der WWU (Diplom, dann Master)
- 2007/08 Gastprofessur Musiktherapie an der UdK Berlin
- 2012 Ernennung zur apl. Professorin durch den Fachbereich 8 der Universität Münster
- seit 2006 Betreuung von Promotionen
- Mitarbeit in der Weiterbildung Musikgeragogik der Fachhochschule Münster
- Leitung der Weiterbildung Durch Musik zur Sprache (bis heute)
- seit September 2017 im Ruhestand